Sainbach

Luftbild von Sainbach

Historie

Das Land um Sainbach war bereits um das Jahr 1000 besiedelt. Dies beweisen vorgeschichtliche Grabhügel in der Umgebung. So stand um das 11. Jahrhundert auch ein Schloss in Sampach (Sainbach). Die Schlossherren, so sagt es die Geschichte, kehrten jedoch von den Kreuzzügen nicht mehr zurück. Einen Teil des Besitzes gibt 1226 ein Wimar von Jetzendorf an das Kloster von Scheyern. Dies ist die erste urkundliche Erwähnung von Sainbach. Den Rest des Besitzes teilen sich die Tagelöhner und Diener der Schlossherren.

 

So besteht 1538 Sampach aus 3 Ganz-, 2 Halbhöfen und 18 Kleinbauern und Sölden. Es gibt zu dieser Zeit bereits auch einen Dorfschmied, ein Bierzapfrecht, einen Bader und einen Dorfhirten. Dieser trieb das Vieh der Bauern auf die Weide.

 

Die Entwicklung von Sainbach erlitt im 30jährigen Krieg mit dem Einfall der Schweden einen schweren Rückfall. So wird 1632 das ganze Dorf niedergebrannt und der Benefiziumbauer Gregor Christl (Dammerbauer) ermordet. Schwere Schäden erlitt das Dorf auch, als 1796 die Franzosen eindrangen und die Dorfbewohner ausraubten. Da diese jedoch vorher Geld, Kleider und Vieh versteckt hatten, schlugen die Eindringlinge auf die Bevölkerung ein, misshandelten sie und drohten sogar den Pfarrer zu erschießen. Die Dorfkirche, dem hl. Nikolaus geweiht, ist sicher schon vor 1400 gebaut. Der Chorraum, noch im gotischen Stil beweist dies und lässt die ursprüngliche Form des Gotteshauses erahnen. Das Langhaus wurde erst im 18. Jahrhundert angebaut.

 

Im frühen 19. Jahrhundert wird Sainbach Schulort. Der Unterricht findet anfangs in privaten Stuben und im Wirtshaus statt. 1870 wird schließlich ein eigenes Schulhaus gebaut. So zählt man im Jahre 1892 bereits 42 Schüler.

 

Von Seiten der politischen Gemeinde entsteht 1867 mit dem Bau einer Wohnung für mittellose Bürger die erste soziale Einrichtung. Der erste Weltkrieg, mit Kriegsanleihen unterstützt, forderte auch 11 Opfer von Sainbacher Bürgern.

 

Danach hält auch die Technik Einzug in Sainbach. Das elektrische Licht, 1921 in der Kirche installiert, war wie jedoch im ganzen Land nur der Anfang. Es folgte 1923 auch das erste öffentliche Telefon. Im zweiten Weltkrieg von 1939 - 45 wird Sainbach ebenfalls einbezogen. Neben einer Reihe von Sainbacher Bürgern, welche gefallen oder vermisst waren, ist auch der Absturz einer amerikanischen Militärflugmaschine in der Sainbacher Flur zu erwähnen, wie auch der erste Flüchtlingstransport im Jahre 1946. Mit ihm kamen Vertriebene aus Schlesien, dem Sudetenland, Ungarn und Rumänien nach Sainbach. Ca. 500 Einwohner zählt der kleine Ort um 1950.

 

Nach den Kriegswirren erlebte Sainbach in den sechziger und siebziger Jahren die meisten Veränderungen. So wurde von 1961 - 66 die Flurbereinigung durchgeführt und von 1972 - 75 eine Wochenendsiedlung mit 44 Häusern auf das Ödland im Nord-Osten von Sainbach gebaut.

 

Auch bei den sozialen Einrichtungen gibt es in dieser Zeit gravierende Veränderungen. So wird im Zuge der Schulreform 1966 der Schulort Sainbach wieder aufgelöst und Inchenhofen angeschlossen. Mit dem Tod von Pfarrer Alexander Eyben am 1. Mai 1975 verliert Sainbach auch die eigene Pfarrstelle. Seit diesem Zeitpunkt bis zu seinem Tode wurde die Pfarrei von Pfarrer German Fischer aus der Nachbarpfarrei Inchenhofen als Pfarradministrator betreut. Seit Oktober 2007 betreut Pfarrer Stefan Gast die Pfarrei Sainbach.

 

Auch die politische Gemeinde verliert 1978 ihre Eigenständigkeit und wird in die Marktgemeinde Inchenhofen eingemeindet. Letzter Bürgermeister war der spätere Ehrenbürger Johann Schneider. Er und sein Gemeinderat haben gerade in den letzten Jahren der Eigenständigkeit mit dem Bau der zentralen Wasserversorgung, Kanal, Straßen und dem neuen Friedhof dafür gesorgt, dass Sainbach mit den Ortsteilen Ried, Ainertshofen und Arnhofen in bestem Zustand die Verbindung mit Inchenhofen eingehen konnte.

 

Sainbach aktuell

Die ehemals selbständige Gemeinde Sainbach liegt im Westen von Inchenhofen und liegt nördlich oberhalb des Weiherbaches.

Sainbach wurde erstmals urkundlich um 1226-1228 benannt. Der edle Wimar von Jetzendorf schenkte an das Kloster Scheyern 2 Besitzeinheiten. Das eine von beiden war Sainbach.

Schulort war seit dem 19. Jahrhundert Inchenhofen. 1970 hatte die Gemeinde Sainbach ein eigenes Schulhaus errichtet. Seit September 1996 besuchten die Sainbacher wieder die Schule in Inchenhofen. 1808/09 wurde aus den Orten Sainbach, Inchenhofen und Mainbach ein Steuerdistrikt gebildet. Die Gemeinde Sainbach mit Arnhofen, Ainertshofen und Ried entstand schließlich 1818.

 

Ihre Selbständigkeit ging am 1. Juni 1978 mit der Eingliederung nach Inchenhofen zu Ende.

Sainbach ist der größte Ortsteil des Marktes Inchenhofen mit einer Einwohnerzahl von 495 (Stand 31.12.2015).

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